Entscheidungen spielerisch einfach treffen

Macht der Entscheidung

Kennen Sie das auch? “Ja, ich weiß ja …” oder  “Eigentlich weiß ich das ja alles …”, also anders ausgedrückt: Theoretisch weiß ich praktisch alles! Aber warum tue ich es dann nicht? Die Antwort ist so einfach wie klar, ich kann mich nicht entscheiden! Was ich jetzt spüre, ist das Gegenteil der Macht der Entscheidung, man könnte auch sagen: die Ohnmacht der Entscheidung.

Wieso ist das so?
Theoretisch kann ich praktisch alles

Zunächst, bei einer Entscheidung muss ich mich auf neues Terrain einlassen. Dazu muss ich die Macht der Gewohnheit durchbrechen, den Schweinehund oftmals überwinden und vielleicht meine Ängste, Befürchtungen vor dem Neuen, Unbekannten überwinden. Ein ganz schönes Paket.

In meinem Artikel zum Thema Coaching habe ich ja schon beschrieben, dass es bei Lernprozessen nicht nur um das “was” geht, also Faktenwissen, sondern auch um das “wie”, das Anwendung-Wissen. Und genau hier muss man auch ansetzen wenn man sich mit der Entscheidung zu neuen Vorhaben auseinander setzt.

Man kann hier hilfreiche und bewährte Methoden, Werkzeuge und Techniken einsetzen.

Entscheidungen treffen mit der 10x10x10 Frage-Methode

Kennen Sie  die 10x10x10 Frage-Methode von Susy Welch? Sie definiert feste Zeiträume in denen man die Wirkung einer Entscheidung vorab erkennen könnte, umso z.B. die hinderlichen Befürchtungen abzubauen. Praktisch eine positive Einwand-Vorweg-Behandlung in eigener Sache.

Wie würde sich meine Entscheidung auswirken

  1. In 10 Minuten = jetzt, Gegenwart?
  2. In 10 Monaten = mittelfristig?
  3. In 10 Jahren = langfristig?

Tools helfen Entscheidungen zu treffenEntscheidungen treffen mit dem „Freedom Business Entscheidungstool“

Ein zweites sehr gutes Werkzeug ist das Freedom Business Entscheidungstool von Monika Birkner. Sie beschreibt es verkürzt folgendermaßen: Was würde sich verändern?

Die vier Perspektiven einer Entscheidung:

  1. Die Kundenperspektive
  2. Die eigene Perspektive
  3. Die Perspektive Ihres Business
  4. Die Perspektive eines möglichen Käufers für Ihr Unternehmen

Daraus entwickeln sich  vier Fragen:

  1. Was dient meinem Kunden?
  2. Was dient mir selbst?
  3. Was dient meinem Business?
  4. Was dient dem potentiellen Käufer meines Unternehmens?

Alles was man braucht sind diese 4 Fragen. Ist die Situation einfach, kann man das im Kopf leisten, ansonsten lohnt sich das Aufschreiben.

Hier noch ein konkretes Beispiel von Monika Birkner:

Nehmen wir an, Sie erhalten eine Einladung zu einem Vortrag, welcher nicht gerade Ihr Kerngebiet betrifft, Sie aber dennoch reizt. Dann könnten Sie sich fragen:

  1. Wie würde dieser Vortrag meinen Kunden dienen?

Angenommene Antwort: Gar nicht!. Für meine Kunden würde sich der Vortrag nicht verwerten lassen.

  1. Wie würde der Vortrag mir selbst dienen?

Angenommene Antwort: Es würde mir Spaß machen mich in das Thema einzu arbeiten. Ich würde weitere Vortragspraxis gewinnen. Unter den Zuhörern könnte ich interessante Menschen kennen lernen.

  1. Wie würde der Vortrag meinem Business dienen?

Angenommene Antwort: Gar nicht!. Da ich keine Angebote habe, die mit dem Vortragsthema in Verbindung stehen, würde sich daraus keine neuen Aufträge entwickeln. Die Kontakte wären zwar persönlich interessant, doch aus derzeitiger Sicht nicht für mein Business.

  1. Wie würde sich der Vortrag einem potenziellen Käufer für meinen Business dienen?

Angenommene Antwort: Gar nicht!  Da der Vortrag nur Auswirkungen auf mich persönlich hätte, nicht auf mein Business.

Fazit:

Das Tool nimmt Ihnen die Entscheidung nicht ab, sondern hilft Ihnen beim strukturierten Vorgehen. Im obigen Beispiel wäre der Fall klar. Wenn man an den Aufwand für die Vorbereitung eines Vortrages denkt, sollte man in diesem Fall dankend ablehnen oder jemanden anderes empfehlen. Soweit die Ausführungen von Monika Birkner.

Ich selbst habe in einer früheren Recherche zum Thema „Was macht uns glücklich?“ festgestellt, Glück kommt vom Wortstamm „gelingen“. Dies setzt immer auch eine, in diesem Falle positive Entscheidung voraus.

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Glück bei Ihren Entscheidungen, also gutes Gelingen!

 

Andreas Bonhage

 

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